Güterkraftverkehr im Zeichen des digitalen Tachographen
Ganz im Zeichen des digitalen Tachographen stand die Versammlung der Güterkraftverkehrsunternehmer der Bezirksgruppen Aurich/Ostfriesland und Oldenburg am 22. März 2006 in Hesel. 60 Teilnehmer unterstreichen das große Interesse, so Bezirks- und Fachgruppenvorsitzender Christian Siebels. Begrüßen konnte er auch den GVN-Präsidenten Adalbert Wandt und Fachvereinigungsgeschäftsführer Gerhard Ibrügger.
In seinem Statement ging Präsident Wandt auf die nicht gerade von Kontinuität geprägte deutsche Verkehrspolitik ein, immerhin habe man es mittlerweile mit dem vierzehnten Verkehrsminister zu tun. Und wie dieser seine Arbeit machen werde, sei auch bei diesem nicht sicher. Die seit über einem Jahr laufende Maut funktioniere alles in allem, das kalkulatorische Risiko liege aber immer noch bei dem Unternehmer. Der von der Bundesregierung gestellte Antrag zum Mautanrechnungsverfahren in Brüssel sei wieder einmal so „ungeschickt“ gestellt worden, daß nur noch die Rücknahme und gleichzeitige Neubeantragung übrig bleibe, Nachbesserungen zu einem gestellten Antrag seien nicht zulässig.
Die im Koalitionsvertrag festgelegte und durch das Bundeskabinett am 15. März 2006 im Entwurf eines Energiesteuergesetzes beschlossene Besteuerung von Biokraftstoffen sorge für weiteren Wirbel im Transportgewerbe. Wer in Biokraftstoffanlagen investiert habe, „bleibt auf hohen abzuschreibenden Investitionen sitzen“. Die seinerzeit in Aussicht gestellte Förderung sei mit einem Federstrich beseitigt worden. Zum Pflanzenöl könne sich der GVN noch nicht festlegen, solange dieses noch nicht als Kraftstoff zugelassen sei, so Wandt.
In seinem Vortrag über den digitalen Tachographen ging Fachvereinigungsgeschäftsführer Gerhard Ibrügger sehr detailliert auf die Voraussetzungen sowie die zu erwartenden technischen und menschlichen Probleme ein. Besonders bei den verschiedenen Möglichkeiten des Datendownloads und der anschließenden Weiterverarbeitung der Daten wurden die Teilnehmer hellhörig. Um alles nochmals in Ruhe nachlesen zu können, erhielten die Teilnehmer eine umfassende Tagungsmappe mit allen wichtigen Informationen.
Fazit nach ca. 2,5 Stunden: Vielfältige Informationen, zahlreiche Anregungen und anschließend noch die Gelegenheit zum gemütlichen Kollegengespräch. Auch dies ist ein Vorteil der Organisation im Verband.
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update Gunther Zimmermann 19.01.11
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