Hannover: Verkehrsknotenpunkt in der Mitte Europas
Die Bezirksgruppe Hannover des GVN wurde am gleichen Tage wie der Landesverband gegründet, und zwar am 5. Oktober 1945 im Ballhof in Hannover. Die Organisation der Veranstaltungen mußte damals in enger Abstimmung mit den Fachsparten des Personenverkehrs stattfinden. Diese hatten nämlich mangels Fahrzeugen und Kraftstoff den Hin- und Rückweg für alle Teilnehmer zu gewährleisten.
Mit 1.000 Mitgliedsbetrieben ist die Bezirksgruppe Hannover zahlenmäßig die größte des Gesamtverbandes. Das Gebiet dieser Bezirksgruppe umfaßt die Landkreise Hameln-Pyrmont, Schaumburg, Nienburg, Diepholz, Hannover und die kreisfreie Stadt Hannover. Der Regierungsbezirk Hannover liegt geographisch zentral und bildet mit der Landeshauptstadt das Kernstück Niedersachsens. Die alten Heer- und Handelsstraßen - einige finden sich noch in den Straßennamen der Landeshauptstadt - durchziehen das Gebiet in alle Himmelsrichtungen. Bedingt durch die geographisch günstige Lage hat sich Hannover zu einem Verkehrsknotenpunkt mit vier Bundesstraßen und dem Schnittpunkt der Nord-Süd- und Ost-West-Autobahnen im Hannoverkreuz entwickelt. Aber auch das Schienennetz der Bahn hat hier einen zentralen Punkt. Verbindungen von Skandinavien bis in die Schweiz oder nach Italien, von Spanien, Frankreich Über das Ruhrgebiet oder von England Über Holland nach Berlin erheben Hannover zu einer Stadt von europäischem Rang.
Die Grenzöffnung hat der Wirtschaft völlig neue Perspektiven eröffnet. Diesen wird der alleinige Ausbau der Autobahnen A 2 und A 7 und der Eisenbahnstrecke Hannover-Berlin jedoch nicht gerecht, weil der Bezirk insgesamt durch eine mittelständisch geprägte und ausgewogene Struktur gekennzeichnet ist. Die ohnehin schlecht angebundenen Regionen Hameln, Nienburg oder Diepholz sind auf leistungsfähige Infrastrukturanbindungen an die Ballungsräume angewiesen. Es ist Aufgabe der Politik, die Zukunft auch dieser Standorte in der Fläche zu sichern. Dies gilt insbesondere seit Ende der Weltausstellung. Schließlich wurden - zu Recht - für die Expo Kräfte gebündelt, ein Flächenland wie Niedersachsen kann es sich aber nicht leisten, die wirtschaftliche Entwicklung dauerhaft auf Ballungszentren zu konzentrieren.
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update Gunther Zimmermann 24.01.11
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