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Stammtisch Güterkraftverkehr in Lüneburg

Am 17. Juli 2003 trafen sich Spediteure und Güterkraftverkehrsunternehmen aus dem Großraum Lüneburg zu einem weiteren Stammtisch im "Adlerhorst", auf Grund des sommerlichen Wetters im Biergarten.

Natürlich stand die Maut im Vordergrund der Diskussionen. Die Fahrzeuge der Teilnehmer sind zwischenzeitlich zwar alle registriert, OBU's eingebaut jedoch nur bei einem Unternehmen. Die anderen wurden von ihren Werkstätten vertröstet, weil auch dort noch keine Geräte oder aber Software-Probleme vorhanden waren.

Das manuelle Einbuchungssystem wurde von den Unternehmern heftig kritisiert. Wolfgang Hiller wies darauf hin, daß von den im Raum Lüneburg vorgesehenen drei Tankstellen nur eine für das Befahren mit LKW geeignet sei, bei den anderen werde es zu Störungen des Verkehrs kommen. Würden nur zwei Lastzüge diese Tankstellen befahren, könne kein anderes Fahrzeug mehr tanken, sicher auch für die Pächter eine unzufriedenstellende Situation.

GVN-Geschäftsführer Werner Tangermann informierte die Teilnehmer über die GVN-Presseinformation "Stümperhaft vorbereitete LKW-Maut führt zu Verkehrschaos" vom gleichen Tag. Darin werde aufgezeigt, daß durch die manuelle Erhebung der LKW-Maut an den 3.500 Maut-Automaten chaotische Verkehrsverhältnisse vor diesen Terminals entständen. Wenn pro Fahrer eine durchschnittliche Eingabezeit von 10 Minuten zugrunde gelegt werde, müsse der letzte in der Schlange von 20 Fahrzeugen drei Stunden und 20 Minuten warten, bis er sein Ticket habe. Dadurch würden die sensiblen Logistikketten der Wirtschaft empfindlich gestört, Handel und Industrie würden Versorgungsengpässe erleiden. Aus diesen Gründen habe der GVN Minister Hirche gebeten, sich beim Bundesverkehrsminister dafür einzusetzen, zunächst mit einer Testphase zu starten. Nach Prüfung des Systems auf seine Funktionsfähigkeit und unter der Voraussetzung, daß genügend OBU's eingebaut seien, könne das System "scharfgeschaltet", also Maut erhoben werden.

Ein weiteres Thema war die Umsetzung der Maut bei den Kunden. Hier zeichnete sich ab, daß der Großteil der Verlader die durch die Maut entstehende Kostenerhöhung akzeptiert. Dieses gelte, so der überwiegende Tenor der Teilnehmer, zumindest für die Lastkilometer. Bei den Leerkilometern sei es schwieriger, die Verlader davon zu überzeugen. Im Hinblick auf Verkehrsströme, oft aber auch aufgrund geforderter Sonderfahrzeuge, sei eine Verkleinerung der Leerkilometer-Anteile kaum erreichbar.

Die gemeinsame Infoveranstaltung der IHK und des Verbandes zur Maut am 10.07.2003 in Lüneburg, der geplante GVN-Familientag am 16. August 2003 in Wahrenholz und ein reger Meinungsaustausch ließen den Abend schnell vergehen.



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update Gunther Zimmermann 18.02.10