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Vier Jubilare in Celle geehrt
Taxi- und Mietwagenstammtische in  Uelzen und Celle

Über 70 Unternehmer nutzten bei den Stammischen am 18. November in der Stadthalle Uelzen und am 16. Dezember 2003 im "Alten Schützenhaus" in Celle die Möglichkeit, sich über den jeweils letzten Stand des Gesetzes zur Modernisierung des Gesundheitswesens (GMG) zu informieren.


Allein in Celle nahmen über 50 Teilnehmer am Stammtisch teil.

GVN-Bezirksgeschäftsführer Werner Tangermann gab einen Überblick über die Auswirkungen dieser Reform. Verwundert müsse man darüber sein, daßkein Aufschrei der Patienten komme. Während über die Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal noch heftig diskutiert werde, habe die Bevölkerung die anderen Einschnitte hingenommen. Die "Liste der Grausamkeiten" beinhalte neben der Streichung der Fahrkosten zu ambulanten Behandlungen die Streichung der Zuschüsse für Brillen, des Sterbegeldes, höhere Zuzahlungen, ab 2005 zusätzlich die Streichung der Kosten für Zahnersatz bzw. weitere Kosten für die Versicherten durch Zahlung des Beitrages für Lohnfortzahlung. Trotz dieser vielen Einschnitte sei politisch keine Änderung erreichbar gewesen. Der Gesetzentwurf, gemeinsam von den Fraktionen der SPD, CDU/CSU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingebracht, sei sowohl vom Bundestag als auch vom Bundesrat beschlossen. Viele der praktischen Probleme wären in Gesprächen mit Bundes- oder Landtagsabgeordneten erörtert worden, vielfach sei auch Verständnis für die Verärgerung erkennbar gewesen. An der Sache selbst habe auf Grund des Kompromisses zwischen den Parteien kaum etwas geändert werden können.

Taxi- und Mietwagenunternehmer, so Tangermann weiter, müßten sich rechtzeitig auf die geänderten Rahmenbedingungen einstellen. Durch die Änderungen des SGB V verlören alle bisherigen Befreiungsausweise ihre Gültigkeit, die Härtefallregelung falle fort, eine Übernahme von Fahrkosten zu ambulanten Behandlungen werde es ab dem 1. Januar 2004 nicht mehr geben. Ausnahmen seien nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung der Krankenkasse u.a. für Dialyse-, Chemo- und Strahlentherapie möglich. Um mit der Krankenkasse abrechnen zu können, sei neben dem Transportschein die schriftlicher Genehmigung zwingend erforderlich. Zu beachten sei weiterhin, daß die Zuzahlung des Patienten in Zukunft 10 %, mindestens aber 5 Euro, höchstens 10 Euro, aber für jede Fahrt betrage. Fahrkosten zu stationären Behandlungen würden weiterhin übernommen, die neue Zuzahlungsregelung sei auch hier zu beachten. Weiter verwies Tangermann auf die Internetseiten des GVN, von denen die aktuellen Informationen zur Gesundheitsreform bzw. die dazu gehörenden Antragsmuster abgerufen werden können.

Viele Beispiele in den anschließenden Diskussionen zeigten drastisch auf, daß gerade ältere Patienten nicht mehr in der Lage seien, einen Arzt aufzusuchen. Scheinbar, so ein Teilnehmer aus der Runde, sei dieses auch nicht gewollt. Durch den Nichtbesuch des Arztes und einen früheren Tod würden schließlich weitere Kosten gespart...

Weitere Themen des Stammtisches in Uelzen waren Themen aus dem Bereich der Arbeitssicherheit und der betrieblichen Altersversorgung. Dipl. Ing. Jürgen Jancke, Fachkraft für Arbeitssicherheit der SVG Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, mußte heftige Angriffe gegen den ASD über sich ergehen lassen. Gerade von Kleinunternehmen werde nicht eingesehen, daß bereits ab einem Mitarbeiter eine Fachkraft für Arbeitssicherheit zu stellen sei. Die Fahrzeuge würden bereits jährlich vom TÜV geprüft, die Fahrer sich anläßlich der Verlängerung ihrer P-Scheine einer ärztlichen Untersuchung unterziehen.

Ralf Beckmann, Vertriebsbereichsleiter der SVG, gab den Anwesenden einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge. Durch den Anspruch des Arbeitnehmers auf Entgeltumwandlung sei es für den Unternehmen von Vorteil, einen Rahmenvertrag mit einer Gesellschaft zu schließen, um so Verwaltungsaufwand zu sparen. Weiterhin erläuterte Beckmann die steuerlichen Vorteile einerseits bei Direktversicherungen, anderseits Pensionskassen und stelle die Unterschiede heraus.



Vier mal 25 Jahre: v.l.: J. Peter Gubbe Rüdiger Schindel, Hans-Heinrich Meyer, Hans-Heinrich Bockmann, Norbert Bödder
Eine schöne Aufgabe konnte beim Stammtisch in Celle der Kreisvorsitzende Rüdiger Schindel übernehmen. Gleich vier Unternehmen konnten auf eine 25 jährige, erfolgreiche Tätigkeit im Taxi- bzw. Mietwagengewerbe zurückblicken. Hierzu konnte Rüdiger Schindel den Unternehmern J. Peter Gubbe, Hans-Heinrich Meyer, Hans-Heinrich Bockmann und Norbert Bödder auch im Namen des Landes- und Bezirksvorstandes gratulieren und die Ehrenurkunde des Verbandes überreichen. Auch von dieser Stelle unsere herzlichen Glückwünsche an die vier Jubilare.






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update Gunther Zimmermann 18.02.10