Jahreshauptversammlung 2004 der Bezirksgruppe Lüneburg-Wolfsburg
Die Fachgruppenversammlungen und die Hauptversammlung der Bezirksgruppe Lüneburg-Wolfsburg fand in diesem Jahr am 3. Juli 2004 im "Celler Tor" in Groß Hehlen statt. Das Wahlergebnis der Delegierten und Vorstände finden Sie HIER .
In der gemeinsamen Tagung der Fachgruppen Spedition und Logistik sowie Möbelspedition gingen die Fachgruppenvorsitzenden Hubertus Kobernuss und Jörg Süßmilch u.a. auf die regionale Beschäftigungssituation, aber auch die Frachtpreisentwicklung ein. Über Aktuelles aus der Gewerbe- und Verkehrspolitik informierte Landesgeschäftsführer Peter Heigl. Neben der Maut standen die Rahmenbedingungen der EU-Osterweiterung, die Neuordnung der Berufsausbildung, Änderungen im Umsatzsteuerrecht, Bundeswehrumzüge und die Bekämpfung illegaler Beschäftigung im Umzugsverkehr auf der Tagesordnung. Bei den anschließenden Wahlen stellte Hubertus Kobernuss sein Amt zur Verfügung, da er im Güterverkehr kandidieren wollte. Einstimmig zu seinem Nachfolger wurde Wolfgang Hiller aus Lüneburg gewählt.
Die Vorsitzende der Fachgruppe Omnibus und Touristik Edith Bischof berichtete über die bezirklichen Aktivitäten der Fachgruppe. Insbesondere zeigte sie auf, daß nur durch gemeinsames Handeln Ziele erreicht werden können – ein nicht immer einfaches Unterfangen. Der Wettbewerb im ÖPNV, die damit verbundenen Chancen und die gewerbepolitischen Ziele zeigte Landesgeschäftsführer Hartmut Knaack in seinem Referat auf. Auf viele weitere Themen wurde anschließend eingegangen, ÖPNV-GVFG-Förderung, das Bus-Qualitätssiegel, Arbeitszeitgesetz und Tarifverhandlungen wurden  wie auch die EU-Erweiterung behandelt.
Der Vorsitzende der Fachgruppe Taxi und Mietwagen, Martin Fündeling, gab einen Überblick über die Situation des Taxi- und Mietwagengewerbes im Bezirk Lüneburg-Wolfsburg. Durchgängig sei ein Rückgang an Beförderungsaufträgen feststellbar, der durch das Gesundheitsreformgesetz noch verstärkt sei. Über die gewerbepoltische Arbeit auf Bundes- und Landesebene berichtete der Fachvereinigungsvorsitzende und BZP-Vizepräsident Hans-Günther Bartels. Einen großen Teil seines Vortrages nahm dabei natürlich das Gesundheitsreformgesetz in Anspruch. Über Rahmenverträge mit den Krankenkassen, Patienteninformationen und das Verhalten von Ärzten und Krankenhäusern wurde heftig diskutiert. Für die Beibehaltung der Taxifarbe und damit gegen eine Freigabe sprach sich der überwiegende Teil der Teilnehmer aus.
Letztmalig als Fachgruppenvorsitzender konnte Heinrich Tietge – aus Satzungsgründen stand er für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung- die Versammlung Güterkraftverkehr und Entsorgung eröffnen. GVN-Vizepräsidentin Helga Hesse und Landesgeschäftsführer Gerhard Ibrügger gaben einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen. Die geplante Einführung der Maut nahm dabei einen großen Teil der Information ein. Gerhard Ibrügger zeigte auf, daß die Forderung des BGL nach ersatzloser Streichung der Mautvorauszahlung von 300 Euro je OBU vom Bundesverkehrsministerium erfüllt worden sei. Über die endgültige Entscheidung zur Einführung des Mautsystems werde erst nach Abschluß weiterer Test am 15.12.2004 entschieden. Geraten wurde allen Unternehmen, das Bonus-Programm von Toll Collect zu nutzen und die Geräte rechtzeitig einbauen zu lassen. Weitere Themen waren die EU-Osterweiterung, die Verschiebung der Einführung des digitalen Tachographen um ein Jahr, die Verschärfungen des neuen Bußgeldkataloges seit dem 01. April des Jahres und die Sozialpolitik.
In der Jahreshauptversammlung konnte der Bezirksvorsitzende Bernd Hansmann viele Ehrengäste begrüßen, darunter u.a. Dr. Otto Stumpf, 1. Bürgermeister der Stadt Celle und MdL, als Überbringer der Grußworte der Stadt Celle, den stellvertretenden Hauptgeschäftsführer Hartmut Schöberl und Klaus-Peter Werner von der IHK Lüneburg-Wolfsburg, BAG-Regierungsdirektor Berndt Houben, SVG-Vorstand Gerhard Colditz und GVN-Hauptgeschäftsführer Bernward Franzky. GVN-Bezirksgeschäftsführer Werner Tangermann zeigte in seinem Geschäftsbericht die vielfältigen Tätigkeiten des Verbandes auf regionaler Ebene auf, so Informationsverantaltungen, Gespräche mit den Landtagskandidaten der CDU und SPD, das Projekt 50/50-Taxi in Celle, Fahrten der Jungen Unternehmer und der GVN-Familientag der Bezirksgruppe in Wahrenholz mit gut 50 Teilnehmern. Damit verbunden dankte er den Ehrenamtsträgern für das Engagement und die gute Zusammenarbeit.
Besonders geehrt für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz wurden Heinrich Tietge und Peter Meyn. Bernd Hansmann bedankte sich im Namen des Vorstandes und der Kollegen für ihr engagiertes Eintreten für die Gesamtinteressen des Gewerbes und überreichte Beiden ein Weinpräsent. Peter Meyn war von 1985-1998 Kreisvorsitzender in Lüneburg, seit 1995 Delegierter im Güterkraftverkehr, 1998-2001 stellv. Vorsitzender der Fachgruppe Güternahverkehr, 2001-2003 Bevollmächtigter der FG Güterkraftverkehr und Entsorgung. Als Mitglied der Prüfungskommission GüKG der IHK Lüneburg-Wolfsburg nahm er von 1989 an Fachkundeprüfungen ab. Über ein Vierteljahrhundert leistete Heinrich Tietge ehrenamtliche Arbeit für den Verband. 1977 wurde er zum Delegierten der FG Güternahverkehr gewählt, 1980 übernahm er den Vorsitz der Fachgruppe. Nach der Zusammenlegung mit dem Fernverkehr wurde 2001 Vorsitzender der Fachgruppe Güterkraftverkehr und Entsorgung. Seit 1995 ist er außerdem Vorstandsmitglied der Fachvereinigung, in der Zeit von 1980 bis 1998 war er Kreisvorsitzender für den Landkreis Gifhorn. Der Prüfungskommission GüKG der IHK gehört er seit 1981 an, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses wurde er 1993. Auch der Vollversammlung gehört Heinrich Tietge an. In seinem Referat "Warum der Schimpanse keine Monatskarte hat oder sich aus dem Grundgesetz ein Gleisanschluss für jeden Haushalt ableiten lässt" zeigte Stan Schneider, wissenschaftlicher Leiter des Institutes für Hochschulkunde an der "Julius-Maximillian-Universität" in Würzburg sowie Kommunikationsberater für mittelständische Unternehmen, anschaulich den Wandel des Verkehrs in der postindustriellen Informationsgesellschaft auf. Mit Belegen aus dem 19. Jahrhundert und aktuellen Beispielen von Film- und Fernsehproduktionen zeigte er den Einfluß der Medien auf die öffentliche Meinung. Zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken, waren seine Einschätzungen zur Bedeutung des gewerblichen automobilen Fortbewegens in einem Vergleich zwischen Eisenbahn und Straße. Klar stellte Schneider die Vorzüge der dezentralen, privaten Systeme heraus. Marketing-Tipps mit praktischen Hinweisen zu Marktnischen rundeten den hintergründigen, humorvollen Vortrag ab.
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update Gunther Zimmermann 18.02.10
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