Neue Stiftungsprofessur "Arbeit-Wirtschaft" an der Universität Lüneburg
Seit langen fordern die Betriebe eine fundiertere Ausbildung des Faches Wirtschaft an den Schulen. Bestärkt werden sie dabei durch die internationalen Vergleiche PISA und der OECD, die den deutschen Schülern nicht nur mangelnde Kenntnisse in Deutsch und Naturwissenschaften bescheinigen, sondern auch im Fach Wirtschaft. Mit der Einrichtung der Stiftungsprofessur Arbeit und Wirtschaft an der Universität Lüneburg für das Lehramt an Haupt- und Realschulen wollen Hochschule, engagierte Unternehmer, die Kammern und Verbände der Region sowie das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur diesen Mißstand beheben.
Mit dieser Stiftungsprofessur sind die Voraussetzungen dafür geschaffen worden, daß Studenten an der Uni Lüneburg künftig auch das Fach Arbeit-Wirtschaft als erstes oder zweites Hauptfach während ihres Lehramtsstudiums belegen und die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Voraussetzungen zum Unterricht dieses Schulfaches erwerben können. Möglich wurde die Einrichtung dieses neuen Lehrstuhls an der Lüneburger Universität erst, weil sich auch die heimische Wirtschaft tatkräftig an der Finanzierung der Stiftungsprofessur beteiligt: 5 Jahre lang stiften die heimischen Unternehmen, Kammern und Verbände jeweils 60.000 Euro, weitere 80.000 Euro kommen vom Land.
Und was gut ist für die Ausbildung der künftigen Lehrer, ist auch gut für die Schüler. ,,Sie werden von den fundierten Kenntnissen ihrer Lehrer profitieren und mit einem besseren Kompetenz- und Kenntnisstand in die betriebliche Berufsausbildung treten", sind die Initiatoren überzeugt. Die Berufschancen künftiger Haupt- und Realschullehrer mit der Zusatzqualifikation Arbeit/Wirtschaft schätzen sowohl die Landeschulbehörde, als auch die Universität als ausgesprochen gut ein: ,,Allein für die 126 Hauptschulen und 117 Realschulen im Bereich des ehemaligen Regierungsbezirks Lüneburg liegt der Bedarf für das Fach Arbeit-Wirtschaft bei 10.000 Lehrerstunden wöchentlich", heißt es in einer Expertise der Landesschulbehörde, die zudem einräumt, daß bislang mangels Bewerbungen nur in Ausnahmefällen Lehrkräfte mit entsprechender Lehrbefähigung im Unterrichtsfach Arbeit-Wirtschaft eingestellt würden. Das soll sich jetzt ändern.
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update Gunther Zimmermann 18.02.10
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