Jahresempfang der IHK Lüneburg-Wolfsburg Präsident Bernd Hansmann verabschiedet
Am 11. Januar 2007 fand im Theater in Lüneburg der diesjährige Jahresempfang der IHK Lüneburg-Wolfsburg statt. Die Begrüßung der Teilnehmer erfolgte durch Bernd Hansmann, es war gleichzeitig sein letzter Auftritt als IHK-Präsident. Er habe sich entschlossen, so Bernd Hansmann, nach über dreißigjähriger Mitarbeit in der IHK, davon beinahe acht Jahre als Präsident, nicht mehr für die Vollversammlung zu kandidieren. Er freue sich, als Nachfolger seinen bisherigen Stellvertreter Eberhard Manzke vorstellen zu können. Dieser sei von der neu konstituierten Vollversammlung einstimmig gewählt worden.
Bernd Hansmann nutze die Gelegenheit, sich bei allen Vollversammlungsmitgliedern und Ehrenamtsträgern für die gute Zusammenarbeit und den stets selbstlosen Einsatz zu bedanken. Neben allen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kammer galt sein Dank namentlich dem ehemaligen Hauptgeschäftsführer Jens Petersen, der ihm bei der Amtsführung immer außerordentlich behilflich gewesen sei. Die Zusammenarbeit sei stets von Vertrauen und gegenseitiger Achtung getragen gewesen.
Der neue Präsident Eberhard Manzke hielt in seiner Rede ein klares Plädoyer für die A 39. Ohne sie wäre die Innovationsförderung, die Einbindung kleiner und mittlerer Unternehmen in die internationale Arbeitsteilung oder die Ansiedlung neuer Unternehmen nicht erreichbar. Die A 39 als Anbindung an die transeuropäischen Netze sei unverzichtbare Grundlage für die weitere Entwicklung der Region. Gerade in Anbindung der neuen EU-Mitgliedsländer in Mittelosteuropa spiele für die Integration dieser Länder eine wichtige Rolle. Die A 39 werde unsere Region an das transeuropäische Netz anbinden und zugleich eine wichtige Verbindungslücke zwischen der Wachstumsregion Mittelosteuropa und Südskandinavien schließen. Angesichts der erheblichen Unterstützung, die der Regierungsbezirk Lüneburg von dem gemeinsamen Europa erhalten werde, bestünde geradezu die Verpflichtung zu solidarischer Haltung.
Für das Thema A 39, wie überhaupt für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im IHK-Bezirk, habe sich wohl kaum jemand konsequenter, unbeirrbarer und ausdauernder eingesetzt als der bisherige Präsident Bernd Hansmann. Keinesfalls selbstverständlich sei es, daß sich ein mittelständischer Unternehmer über 32 Jahre unermüdlich und engagiert der ehrenamtlicher Kammer- und Verbandsarbeit widme, so wie Bernd Hansmann dies getan habe. Als in der Region tief verwurzelter „Vollblutunternehmer“ habe Hansmann sich im Jahre 1999 schließlich sogar für das Amt des Präsidenten zur Verfügung gestellt und es seither mit enormen Einsatz und großer persönlicher Glaubwürdigkeit wahrgenommen. Eberhard Manzke sprach Bernd Hansmann hierfür im Namen aller Mitglieder der IHK Lüneburg-Wolfsburg, der Gremien und des Hauptamtes seinen Dank aus. Die Vollversammlung habe Bernd Hansmann als Dank für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement für die regionale Wirtschaft zum Ehrenmitglied gewählt.
Ulrich Mädge, Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg, ging in seinem Grußwort auf die Infrastruktur ein. Eine optimale Anbindung an Straßen- und Schienennetze sei die Voraussetzung für gute Chancen im Standortwettbewerb. Lüneburg brauche das dritte Gleis und die A 39. Die Trasse der A 39 dürfe jedoch nicht durch die Stadt gehen. Auch Ulrich Mädge dankte dem scheidenden Präsidenten für seine Tätigkeit. Auch in schwierigen Zeiten habe Bernd Hansmann nie seinen Optimismus verloren er habe in Risiken stets auch Chancen gesehen. Die Zusammenarbeit mit Bernd Hansmann habe er, so der Oberbürgermeister weiter, immer als sehr bereichernd und inspirierend empfunden.
Anstelle des verhinderten Bundeswirtschaftsministers Glos hielt Dr. Walther Otremba, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, die Festrede zum Thema „Deutsche Wirtschaft im Aufschwung“. Die bisherigen Erfolge dürften nicht zum Anlaß genommen werden, einen Gang zurückzuschalten. Der Aufschwung müsse vielmehr für weitere Reformen genutzt werden. Zahlreiche von Präsident Manzke vorgetragene Positionen zu Reformdruck und Wettbewerbsverbesserungen unterstützte er in seiner Rede. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Mittelstandes müßten weiter verbessert werden. Die gerade übernommene EU-Ratspräsidentschaft biete Deutschland die Gelegenheit, die Stärkung des Wettbewerbes bei Strom und Gas auf die Agenda der europäischen Wirtschaftspolitik zu bringen. Aufkeimende neue Verteilungsdiskussionen angesichts steigender Steuereinnahmen erteilte Walther Otremba eine klare Absage. Es gelte jetzt, durch Reformen am Arbeitsmarkt hin zu mehr Flexibilität auch die Chancen gering Qualifizierter auf ein geregeltes Einkommen zu verbessern. Gerade zu Zeiten des Aufschwunges müsse die Möglichkeit zu Reformen genutzt werden.
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update Gunther Zimmermann 18.02.10
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