Bezirksversammlung der Bezirksgruppe Lüneburg-Wolfsburg
In diesem Jahr wurden anstelle einer Bezirksversammlung getrennte Fachgruppenversammlungen durchgeführt. Die Ergebnisse der Wahlen des Ehrenamtes sind in der Tabelle zusammengefaßt.
Den Reigen der Versammlungen eröffnete die Fachgruppe Taxi und Mietwagen am 20. Februar 2006 im Hotel Heidekönig in Celle. Vorsitzender Martin Fündeling konnte rund 40 Teilnehmer, Dieter Wender als stellvertretendes Vorstandsmitglied und Landesgeschäftsführer Hartmut Knaack begrüßen.
Hartmut Knaack hob in seinem Bericht zur gewerbepolitischen Arbeit auf Bundes- und Landesebene besonders hervor, daß es gelungen sei, die vorgesehene dreiprozentige Abschlagregelung bei Krankenbeförderungen zu verhindern. Weitere Themen waren das kommende Rauchverbot in öffentlichern Verkehrsmitteln und die Feinstaub-Verordnung. Werde eine Strecke gesperrt, gäbe es außer für Blaulichtfahrzeuge keine Ausnahmen. Dies müsse bei Fahrzeugkäufen berücksichtigt werden. Für den Bereich Mehrwertmitgliedschaft wies Knaack darauf hin, daß der Versicherungsschutz erst mit Meldung des Fahrzeugbestandes gelte. Nach der Meldung sei damit die Betriebshaftpflichtversicherung bis zu 2 Mio. für Personen-, 1 Mio. für Sach- und 100.000 für Vermögensschäden und die Güterschaden-Haftpflicht für Kurierfahrten mit PKW bis zu 50.000 EUR pro Schadensfall versichert, die Versicherungsbedingungen seien in Kürze im Internet abrufbar.
Einen weiteren großen Anteil nahm der Bereich der Krankenfahrt-Vergütung ein. Hartmut Knaack berichtete über die Schwierigkeiten bei dem Vertragsabschluß und wies noch einmal eindringlich darauf hin, keine Einzelverträge zu schließen. Der Rahmenvertrag gelte für alle Verbandsmitglieder. Sollte keine Vergütungsvereinbarung existieren, sei das ortsübliche Entgelt bzw. bei Taxis der Taxitarif zu berechnen.
Die Fachgruppe Spedition und Logistik führte ihre Versammlung am 26.02.2007 in der Stadthalle Uelzen durch. Bezirksvorsitzender Bernd Hansmann und Fachgruppenvorsitzender Wolfgang Hiller begrüßten die Teilnehmer. Landesgeschäftsführer Peter Heigl erläutere den kurzen Zeitansatz. Etliche Themen der Kraftwagenspedition seien identisch mit dem Güterverkehr und würden an der anschließenden Versammlung behandelt. Voraussichtlich im Herbst des Jahres werde wieder ein niedersächsischer Spediteur- und Logistiktag stattfinden.
Weiter berichtete Peter Heigl über eine positive konjunkturelle Entwicklung seit Herbst letzten Jahres, die erstmals zu Transportraumengpässen und höheren Transportpreisen geführt habe. Weitere Themen waren die Erhöhung der Preisempfehlung für den Spediteursammelverkehr der VERSA und die derzeitige GVN-Tarifsituation. Heigl wies auf die Aktivitäten der Logistikinitiative, den Logistic Network Congress am 10. Mai 2007 in der Stadthalle Hannover und die am Nachfolgetag stattfindende Marktplatzveranstaltung „enjoy logistics“ hin, bei der die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Logistikbranche dargestellt würden.
Auf der anschließenden Fachgruppenversammlung Güterkraftverkehr und Entsorgung standen der Digitale Tachograph, die neuen Lenk- und Ruhezeiten bzw. die Auswirkungen des Arbeitszeitgesetzes im Mittelpunkt der Veranstaltung. Vorsitzender Hubertus Kobernuss konnte den GVN-Präsidenten Adalbert Wandt, Landesgeschäftsführer Gerhard Ibrügger und gut 30 Teilnehmer begrüßen.
Über aktuelle Themen zur Verkehrs- und Gewerbepolitik unterrichtete Adalbert Wandt die Teilnehmer. So sei seit 1986 die Harmonisierung gefordert und oft zugesagt, bis heute aber nicht verwirklicht worden. Neue Fahrzeugkonzepte seien nicht vom Verband gefordert, hier müsse die Gesetzgebung in Deutschland und Europa abgewartet werden. Weiter berichtete Wandt über politische Gespräche in Berlin und die BGL-Imagekampagne „Großer Wagen“.
Viele Rückfragen der Teilnehmer hatte Landesgeschäftsführer Gerhard Ibrügger zur praktischen Anwendung des digitalen Tachographen zu beantworten. Dabei zeigte sich, daß dieses Thema auch in der nächsten Zeit aktuell bleiben wird. Die neuen EU-Sozialvorschriften waren ebenso weitere Schwerpunkte die 48-Stunden-Regelung, Fahrverbote, Feinstaub-Plaketten und das Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz.
Adalbert Wandt dankte den neuen und den ausscheidenden Ehrenamtsträgern für ihr Engagement. Sein besonderer Dank ging an Bernd Hansmann für seine vorbildliche Arbeit, die er über Jahrzehnte auf Bezirks- und Landesebene geleistet habe. Seit Einführung des Jungunternehmerkreises 1970/71 habe es zwischen ihm und Bernd Hansmann stets eine enge Zusammenarbeit gegeben.
Die Fachgruppe Omnibus und Touristik tagte am 28. Februar 2007 im Hotel Heidekönig in Celle. Die Vorsitzende Edith Bischof konnte knapp 20 Teilnehmer, Hauptgeschäftsführer Bernward Franzky und Abteilungsleiter Matthias Krautstrunk begrüßen.
Zunächst berichteten die Teilnehmer in einem Kurzüberblick über die wirtschaftliche Lage, bevor Bernward Franzky über die Finanzierung des ÖPNV für konzessionierte und für Auftragsunternehmen, die Nachfolgeregelung zu 1191/69 auf europäischer Ebene und die Vergabesituation vor Ort informierte. Franzky kritisierte das jetzige System, das völlig willkürlich sei. Das beste Angebot eines Unternehmers werde im Genehmigungswettbewerb einfach an den Mitwettbewerber weiter gegeben, der es dann modifizieren könne. Matthias Krautstrunk wies die Teilnehmer auf die Auslands-Datenbank des Verbandes im Internet hin, berichtete über die Einrichtung der Solvit-Stelle, GEMA-Gebühren und Nachlässe für GVN-Mitglieder. Weitere Themen waren die Lenk- und Ruhezeiten und der digitale Tachograph.
Die Wahlen in der Fachgruppe Möbelspedition wurden im Rahmen des „6. Tages der Niedersächsischen und Bremer Möbelspediteure“ am 10. März 2007 im Conference Center Walsrode durchgeführt. Der Bezirksvorsitzende und sein/e Stellvertreter/in wurden auf der konstituierenden Vorstandssitzung am 11. April 2007 in Hösseringen gewählt.
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update Gunther Zimmermann 18.02.10
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