Bus- und LKW-Führerscheine wertlos? Infoveranstaltung der IHK Lüneburg-Wolfsburg im ADAC Fahrsicherheitszentrum
Unter dem Titel „ Bus- und LKW-Führerscheine wertlos?“ informierte die IHK Lüneburg-Wolfsburg am 10. April 2008 im ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Embsen. Hubertus Kobernuß als Vorsitzender des IHK-Verkehrsausschusses konnte zu dieser Veranstaltung über 100 Teilnehmer begrüßen. Er wies insbesondere darauf hin, daß durch ständig steigende Anforderungen an das Fahrpersonal die Ausbildung als Chance genutzt werden müsse.
Der IHK-Bereichsleiter Sönke Feldhusen stellte die neuen Berufskraftfahrerregelungen vor und gab kurze Hinweise zu dem Ablauf der IHK-Prüfungen. Für angehende Kraftfahrer gäbe es ab dem 10.09.2008 (Klasse D) bzw. 2009 (Klasse C) drei Qualifizierungsmöglichkeiten. Dieses sei neben dem Abschluß einer Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer/in bzw. zur Fachkraft im Fahrbetrieb die Grundqualifikation bzw. die beschleunigte Grundqualifikation. Weiter ging Feldhusen auf die Weiterbildung der jetzigen Kraftfahrer ein. Wer seinen C- oder D-Klasse-Führerschein vor den genannten Daten erworben habe, benötige lediglich eine Fortbildungsschulung mit 35 Unterrichtsstunden (je 60 Minuten). Die einzelnen Blöcke müßten mindestens 7 Stunden betragen. Die Fortbildung sei in der Regel bis zum 10.09.2013 bzw. 2014 abzuschließen. Ausbilden dürfe, wer durch das Gesetz institutionalisiert (z.B. BKF-Ausbildungsbetriebe, Fahrschulen u.a.) oder auf Landesebene anerkannt sei. Die Weiterbildung sei ab sofort möglich. Feldhusen empfahl den Teilnehmern, möglichst bald damit zu beginnen. In den Jahren 2013/2014 würden sicher Engpässe bei den Weiterbildungen entstehen.
In der anschließenden Kaffeepause gab es viel Gesprächsbedarf zwischen den Teilnehmern. Die aufgeworfenen Fragen beantworteten in der anschließenden Runde Hartmut Bannow (Niedersächsisches Wirtschaftsministerium), Werner Feldmann (Bildungswerk Verkehrsgewerbe Niedersachsen), Martin Schreiber (TÜV Nord, Lüneburg), Thorsten Schreiber (ADAC Fahrsicherheitszentrum) und Sönke Feldhusen.
Nach der Vorstellung der Ausbildungsberufe Berufskraftfahrer und Fachkraft im Fahrbetrieb durch den IHK-Ausbildungsberater Thomas Boehnke bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit, als Beifahrer einer Sattelzugmaschine das Gelände des Fahrsicherheitszentrum mit den verschiedenen Modulen zu „erfahren“.
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update Gunther Zimmermann 18.02.10
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