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Lüneburg-Wolfsburg
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Autogas – Alternative bei steigenden Treibstoffkosten?
Stammtisch Taxi/Mietwagen im Autohaus Frye, Celle

Steigende Treibstoffpreise rufen nach Alternativen. So wundert es nicht, daß der Vorsitzende der Fachgruppe Taxi und Mietwagen der der GVN-Bezirksgruppe Lüneburg-Wolfsburg, Martin Fündeling,  am 2. Juli 2008 im Autohaus Frye in Celle knapp 40 Unternehmer begrüßen konnte, die sich über das Thema Autogas informieren lassen wollten.

Das Autohaus Frye ist in Celle, Burgdorf und Soltau ansässig und vertreibt die Marken Ford, Renault und Dacia. Seitens des Autohauses hatte man sich viel Mühe gemacht und mit den Anbietern TRP (Taxi Rent Partner), Hale Taxameter und Autogas schon fast eine kleine Taximesse organisiert.

Ole Zagorski vom Autogas-Zentrum-Hamburg gab den Teilnehmern einen umfassenden Überblick über die Marktlage Autogas/Erdgas und die technischen Möglichkeiten des Umbaues. Erdgas habe zwar einen höheren Brennwert als Autogas (1 kg Erdgas = 1,4 l Super = 1,65 l Autogas), die Tankanlage müsse aber auf 200 – 280 bar ausgelegt sein. Durch die dadurch bedingt schweren Tanks läge die Reichweite bei umgebauten Fahrzeugen bei nur rund 250 km. Bei Autogas wäre die Anlage auf 8-12 bar ausgelegt, die Reichweite würde bei einem „Reserveradtank“ rund 550 km betragen. Ein weiterer Vorteil von Autogas sei, daß dieses in Deutschland bereits an knapp 4000 Anlagen erhältlich sei, dem stünden lediglich 700 Erdgas-Tankstellen gegenüber.

Sowohl Autogas (LPG) als auch Erdgas (CNG) würden im Ottomotor optimal verbrennen und ca. 80 % weniger Schadstoffe als beim konventionellen Benzinverbrauch entwickeln und den Kohlenstoffdioxid-Anteil um rund 18 % reduzieren. Für beide Gasarten seien Steuervergünstigungen bis 2018 vorgesehen.

Autogas-Anlagen würden zusätzlich zum Benzinbetrieb eingebaut und könnten wahlweise mit Autogas oder Benzin (sogen. bivalenter Abtrieb) eingesetzt werden. Per Knopfdruck könne bei einem bivalenten Antrieb, auch während der Fahrt, von Autogas- auf Benzinbetrieb umgestellt werden. Die in PKW und leichten Nutzfahrzeugen eingesetzte Autogastechnik sei bisher durchweg für den bivalenten Antrieb ausgelegt. Ole Zagoski zeigte anhand von Zeichnungen und Orginalteilen die Funktionsweise des zusätzlichen Autogasbetriebes auf. Äußerst wichtig sei, daß das Einbauunternehmen entsprechende Erfahrungen habe. Sinnvoll sei, diese Umrüstung beim jeweiligen Vertragshändler vorzunehmen oder auf ein Einbauunternehmen zurückzugreifen, daß bereits langjährige Erfahrungen und entsprechende Referenzen habe.

Auf großes Interesse stieß zum Abschluß ein Erfahrungsbericht des Taxiunternehmers Wolfgang Eggestein aus Velpe bei Wolfsburg. Hier werden seit 2006 Dacia-Fahrzeuge eingesetzt, teilweise wurden sie auf den bivalenten Antrieb umgebaut. Trotz Laufleistungen von über 200.000 km seien keine besonderen Reparaturen notwendig geworden. Der durchschnittliche Verbrauch der Gasfahrzeuge liege zwischen 7 und 7,5 l LPG.

Im Anschluß an die Vorträge bestand bei Getränken und Imbiß die Möglichkeit, einen Blick in den Motorraum eines umgebauten Fahrzeugen zu werfen, über das Pro und Contra zu diskutieren oder Neufahrzeuge anzuschauen.




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update Gunther Zimmermann 01.03.11