Ausbildung: Fachkräfte für Lager und Logistik StaBiLo im Haus des Verkehrsgewerbes in Stade
Seit Anfang März diesen Jahres sind sie jetzt täglich im Haus des Verkehrsgewerbes im Ottenbecker Damm: Angehende Fachlageristen und Fachkräfte für Lagerlogistik. Sie sind Teilnehmer des Projektes „Stader Bildungsoffensive Logistik (StaBiLo)“, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird.
Das Wachstum des Hamburger Hafens ist in aller Munde, die verkehrstechnischen Konsequenzen und der aktuelle und zukünftige Fachkräftebedarf in der Logistik sind ein Thema, das Auswirkungen für die gesamte Metropolregion hat. Im Schatten der Diskussionen über die Elbvertiefung und des Ausbau des Tiefseehafens in Wilhelmshaven wird manchmal übersehen, daß in Stade konsequent und beharrlich der Ausbau des Hafens Bützfleth vorangetrieben wird. Aber nicht nur in Hafenanlagen und Verkehrsnetze wird investiert, auch die notwendigen Fachkräfte müssen rechtzeitig qualifiziert werden, denn eine gute Ausbildung braucht Zeit.
Bildungsoffensive für die Region Die AWL Akademie für Wirtschaft und Logistik GmbH entwickelte daher in enger Absprache mit dem Jobcenter Stade, unterstützt durch die Arbeitsagentur, die IHK und die Handwerkskammer und nicht zuletzt durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Stade und des Landkreises das Projekt „Stader Bildungsoffensive Logistik (StaBiLo)“. Denn man hat erkannt, daß auch für ansässige Unternehmen ein Wachstumspotenzial entsteht. Werner Tangermann, Bezirksgeschäftsführer des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen e.V. (GVN): „Stade ist eine Wachstumsregion und unsere Unternehmen benötigen Fachkräfte. Kurzfristige Qualifizierungen allein reichen auf Dauer nicht aus.“ Insgesamt 36 Männer und immerhin 4 Frauen erhalten in diesem Projekt eine neue berufliche Perspektive in der Logistik: Sie werden zu Fachlageristen oder Fachkräften für Lagerlogistik ausgebildet. Das besondere an dem Projekt ist dabei, daß sich die Teilnehmer erst Ende diesen Jahres für die endgültige Fachrichtung entscheiden müssen. Dadurch kennen sie nicht nur die theoretischen Grundkenntnisse, sondern wissen auch, was sie in der Praxis erwartet und können die Anforderungen realistisch einschätzen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eins gemeinsam: Sie haben eine längere Zeit der Arbeitslosigkeit hinter sich. Bei vielen wechselten sich Zeiten der Beschäftigung mit Berufstätigkeiten in unterschiedlichen Branchen ab, weil die Ausbildung fehlte oder nicht mehr aktuell war. Dementsprechend hoch ist jetzt die Motivation, einen Abschluß in der Logistik zu erlangen. Geschäftsführerin der AWL, Kerstin Cugier:  „Die Leute wollen die Ausbildung, sie wollen lernen und den Abschluß erreichen. Klar, daß das nicht immer einfach sein wird, denn Lernen muß man auch wieder lernen. Und so eine Umschulung ist schon eine lange Zeit.“
21 Monate Lernen Insgesamt dauert die Umschulung 21 Monate, in denen die Teilnehmer weiterhin Hartz IV und keine Ausbildungsvergütung erhalten. Die Prüfung vor der IHK ist für den November 2009 vorgesehen. Nach einer theoretischen Vorqualifizierung, in der auch der Staplerschein abgelegt wird, beginnt  ab September 2008 die duale Phase. Die praktische Ausbildung findet an drei Tagen im Betrieb statt. Der Betrieb hat so zusätzlich die Möglichkeit, neue Mitarbeiter auszubilden, die schon berufliche Erfahrungen gesammelt haben.  „Wir unterstützen selbstverständlich Betrieb und Teilnehmer. Auch Betriebe, die bisher noch nicht ausgebildet haben, sind willkommen. Wir helfen bei den Anträgen die für Ausbildungsberechtigung und bei sonstigen Formalitäten“, so Kerstin Cugier. Betriebe, die einen Platz für die betriebliche Umschulung anbieten oder mehr über das Projekt wissen möchten, können sich bei der GVN-Bezirksgruppe Stade oder direkt bei der AWL Akademie für Wirtschaft und Logistik GmbH unter 04141/776-291 (info@awl-akademie.de) melden.
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update Gunther Zimmermann 04.03.11
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