Gesamtverband Verkehrsgewerbe
Niedersachsen e.V.
Aktuell 2006

Neue Bilanzregeln schlecht für Familienunternehmen

Die Stiftung Familienunternehmen hat nach einem Handelsblatt-Bericht den deutschen Standardisierungsrat aufgefordert, die deutschen Interessen beim International Accounting Standards Board (IASB) konsequenter als bisher zu vertreten. Die Stiftung Familienunternehmen sieht in den neuen geplanten Bilanzierungsregeln eine krasse Benachteiligung von Familienunternehmen. Der vorliegende Entwurf beinhalte eine Regel zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital und definiert dabei Eigenkapital als nicht zurückzahlbar und nicht kündbar. Würde diese Regelung umgesetzt, würden sämtliche Kapitalanteile der Gesellschafter einer Personengesellschaft zu Fremdkapital, weil nach deutschem Recht bei dieser Rechtsform Gesellschafter ein Kündigungsrecht besitzen. Für die meisten deutschen Familienunternehmen käme es dadurch zu einem negativen Eigenkapital. Rund 95 Prozent der 2,9 Millionen reinen privatwirtschaftlichen Unternehmen seien Familienunternehmen. Positiv aufgenommen wurde dagegen die geplante Reform der Erbschaftssteuer. Danach ist geplant, ab 2007 die Erbschafts- und Schenkungssteuer entfallen, wenn die Firma 10 Jahre lang in ähnlicher Größe fortgeführt wird.




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Impressum update Gunther Zimmermann 02.01.08