Steuerreform wirkt Deutschland macht Sprung im Standortranking
Die von der Bundesregierung geplante Unternehmenssteuerreform würde die deutsche Wirtschaft spürbar entlasten. Zu diesem Urteil kommt nach einem Bericht des Handelsblattes das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Danach führe die Steuerreform zu einer Verbesserung der steuerlichen Standortqualität, Deutschland würde im internationalen Standortvergleich einen kräftigen Sprung nach vorne machen. Insbesondere die effektive Steuerbelastung einer typischen mittelständischen Kapitalgesellschaft im verarbeitenden Gewerbe würde sich um rund 25 Prozent verringern.
Kernpunkte der geplanten Reform sind eine Senkung des Körperschaftssteuersatzes von 25 auf 15 Prozent, die Gewerbesteuermeßzahl soll von 5 auf 3,5 Prozent reduziert werden und im Endeffekt sollen Gewinne von Kapitalgesellschaften mit knapp 30 Prozent Steuern belastet werden. Ähnlich gestellt werden sollen die einbehaltenen Gewinne von Personenunternehmen. Gegenfinanziert würde die Bruttoentlastung von rund 29 Milliarden Euro in der Größenordnung von ca. 20 Milliarden Euro.
Insgesamt kommt das ZEW zu einem Standortrankingsprung für Deutschland für das verarbeitende Gewerbe vom elften Rank auf den siebten bei insgesamt zwölf untersuchten Industriestaaten Europas. Trotzdem kritisiert das ZEW einige Punkte, so die Abgeltungssteuer und die fehlende Abstimmung auf die Unternehmensbesteuerung. Dadurch würden Gewinne künftig höher besteuert als Zinsen. Dies stelle eine Eigenkapitalfinanzierung/Diskriminierung dar. Außerdem sei die Chance zur Vereinheitlichung von Gewerbe- und Körperschaftssteuer vertan worden.
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