Gesamtverband Verkehrsgewerbe
Niedersachsen e.V.
Presse 2007


Gemeinsame Aktion von Polizei, Landesverkehrswacht und GVN
Viele kleine Schritte zur Verkehrssicherheit

„Einen einzigen großen Wurf für die Verkehrssicherheit kann es nach unserer Überzeugung nicht geben. Gerade weil der Mensch leicht vergißt, brauchen wir immer wieder viele kleine Schritte“, so der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN), Bernward Franzky. Deshalb begrüße der GVN diese Initiative der Polizei und habe sich entschlossen, die Holzkreuze entlang der viel befahrenen und unfallträchtigen Autobahn A 2 zu finanzieren.

Anlaß war die gemeinsame Pressekonferenz von Polizei, Landesbehörde für Straßenbau, Landesverkehrswacht und GVN am heutigen Montag an der Autobahnraststätte Lehrter See, in der sie die Verkehrssicherheitsaktion BAB 2 vorstellten. Auf dem niedersächsischen Abschnitt dieser stark belasteten und unfallträchtigen Autobahn sollen künftig große Banner und Holzkreuze die Kraftfahrer daran erinnern, dass sie selbst zur Verkehrssicherheit beitragen können und müssen.


In deutscher, englischer und polnischer Sprache sollen die Plakate zusammen mit den Kreuzen die Aufmerksamkeit für verkehrssicheres Verhalten wecken.

Verkehrssicherheitsaktionen macht das niedersächsische Verkehrsgewerbe bereits seit vielen Jahren. So wurden bereits vor 15 Jahren Verkehrsspielkästen zur frühen Verkehrsschulung an Kindergärten gegeben. Später folgten u. a. die Initiativen Schule plus Bus und das Projekt Busstopp. Gemeinsam mit den Schulen veranstalten die Bus- aber auch die Lkw-Unternehmer Verkehrssicherheitsarbeit in der Praxis. In die gleiche Richtung geht die Aktion Toter Winkel, unter dem Motto 100-100 hat der GVN damit seine Mitgliedsunternehmen aufgerufen, den Fahrzeugpark – soweit nicht bereits geschehen, so schnell wie möglich und so umfassend wie möglich mit diesen Zusatzspiegeln auszustatten.

„Allein auf Vorschriften und Appelle dürfen wir uns aber nicht verlassen“, betont GVN-Hauptgeschäftsführer Franzky. Selbstverständlich müsse die Einhaltung der Vorschriften auch wirksam auf der Straße kontrolliert werden. Der Zustand der Infrastruktur müsse den Anforderungen des wachsenden Pkw- und Lkw-Verkehrs angepaßt werden. Dazu gehörten auch ausreichend Parkplätze, die es den Fahrern erlaubten, ihre Pausen dann einzulegen, wenn sie vorgeschrieben und erforderlich seien. „Das Geld ist da, mehr als 3,4 Mrd. Euro pro Jahr allein aus der Lkw-Maut, zusätzlich zu Milliardeneinahmen aus Mineralöl- und Kraftfahrzeugsteuern“, betont Franzky. Nur ein kleiner Teil würde in die Verkehrsinfrastruktur investiert, der Großteil werde zur Sanierung des Haushaltes umgeleitet.


Im Bild von links: Hans-Jürgen Haase (Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau), Dr. Wolfgang Schultze (Vorsitzender Landesverkehrswacht Niedersachsen), Hans-Dieter Klosa (Polizeipräsident Hannover), Harry Döring (Polizeipräsident Braunschweig)  und GVN-Hauptgeschäftsführer Bernward Franzky erläutern die Aktion zur Erhöhung der Versicherheit entlang der Autobahn A 2.

Ganz wichtig aus Sicht des Verkehrsgewerbes sei das gegenseitige Verständnis für die anderen Verkehrsteilnehmer. „Ein Lkw oder Bus verhält sich im Verkehrsfluß anders als ein Pkw. Wer mal eben noch einen Lkw überholt, um vor ihm einzuscheren und von der Autobahn abzufahren, bringt diesen in eine äußerst gefährliche Situation“, unterstrich der GVN-Hauptgeschäftsführer. Das gleiche gelte für Radfahrer oder Fußgänger, die an Kreuzungen noch einmal kurz an abbiegenden Lkw vorbeifahren.

Verkehrssicherheit müsse in vielen kleinen Aktionen und regelmäßig geleistet werden. In diesem Sinne sei die Idee der Polizei, Holzkreuze entlang der A 2 aufzustellen, begleitet durch Banner, ein Mosaikstein, der alle Verkehrsteilnehmer für einen begrenzten Zeitraum wieder einmal wachrüttele, hofft GVN-Hauptgeschäftsführer Franzky.

Fotos zum Download:
Fotos Banner und Pressekonferenz


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Impressum update Gunther Zimmermann 07.11.08