Gesamtverband Verkehrsgewerbe
Niedersachsen e.V.
Presse 2007

GVN startet Ausbildungsinitiative
Niedersächsisches Verkehrsgewerbe wählt Präsidium
GVN-Innovationspreis für Eurocombi-Projekt an Spediteur Ulrich Boll

Einen neuen Vorstand haben die Delegierten von 3.200 privaten niedersächsischen Verkehrsunternehmen auf der Jahreshauptversammlung am 9./10. November 2007 in Hildesheim gewählt. Wiedergewählt zum Präsidenten des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) wurde der Braunschweiger Spediteur Adalbert Wandt (Güterkraftverkehr und Entsorgung). Erneut gewählt wurden auch die Vizepräsidenten Carsten Busch (Oldenburg, Möbelspedition), Karl Hülsmann (Voltlage, Omnibus und Touristik), Hubertus Kobernuss (Uelzen, Güterkraftverkehr und Entsorgung) und Mathias Krage (Hannover, Spedition und Logistik). Neu in den GVN-Vorstand gewählt wurde Michael Müller (Göttingen, Taxi und Mietwagen). Er löst den bisherigen GVN-Vizepräsidenten Hans-Günther Bartels (Oldenburg, Taxi und Mietwagen) ab, der nach 12-jähriger Amtszeit nicht wieder kandidierte.

Mit dem GVN-Innovationspreis 2007 wurde der Meppener Spediteur Ulrich Boll ausgezeichnet. GVN-Präsident Adalbert Wandt hob in seiner Laudatio hervor, daß Ulrich Boll den Mut gehabt habe, gegen vielfältigen Widerstand den Euro-/Gigaliner im Alltagseinsatz zu testen. Angesichts der auch in den kommenden Jahren weiter wachsenden Güterverkehrsströme müsse es darum gehen, diese Volumen möglichst ökonomisch und ökologisch zu befördern, so Wandt. Deshalb dürfen Gigaliner-Lkw nicht als „Monstertrucks“ verteufelt und zum Tabu erklärt werden. Der GVN sei nach wie vor für eine ergebnisoffene Prüfung der Einsatzmöglichkeiten dieser Lkw und halte den Stopp der Versuche durch die Verkehrsminister von Bund und Ländern für falsch. Eine gründliche Prüfung ohne Denkverbote müsse her, zumal Gutachten der Bundesanstalt für Straßenwesen keine negativen Auswirkungen der längeren Fahrzeuge auf die Verkehrssicherheit ergäben hätten. Diese Lkw seien mit modernster Technik ausgestattet und würden von besonders geschulten Fahrern gelenkt. Außerdem führe die größere Zahl der Achsen bei diesen neuen Lkw zur Verringerung der Achslast, deshalb nehme die Straßenbelastung nicht zu.

Gleichzeitig startet der GVN eine Ausbildungsinitiative. In ganz Niedersachsen sollen die bisherigen Konzepte gemeinsam mit Unternehmen, Behörden und Organisationen auf den Prüfstand gestellt und alle Möglichkeiten zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsstellen ausgelotet werden. Hintergrund dafür ist v. a. der Mangel an qualifizierten Berufskraftfahrern. Dieser Fahrermangel wird sich nach Einschätzung des GVN durch die neuen Aus- und Weiterbildungsvorschriften noch verschärfen.


Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen e.V. (GVN) vertritt als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband ca. 3.200 Unternehmen der privaten Verkehrswirtschaft aus den Bereichen Güterkraftverkehr/Entsorgung, Spedition/Logistik, Möbelspedition, Omnibus/Touristik, Taxi/Mietwagen/Krankentransporte.




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Impressum update Gunther Zimmermann 07.11.08